Blog für Herrmann & Ehrlich. In diesem Blog geht es um die Arbeitsprozesse im Software Engineering, insbesondere um Requirements Engineering, Kreativität, Projekt- und Zeitmanagement und diverse weitere relevante Themen. Autorin: Andrea Herrmann
Ich sage gerne, dass man Daten genau genommen gar nicht schützen kann. Alles, was digital ist, kann gehackt, mitgelesen, abgehört werden. Die Digitalisierung und das Internet erhöhen die Verfügbarkeit von Daten, aber auch das Diebstahlrisiko.
Daten zu vernichten ist eine wirkungsvolle Datenschutzmaßnahme. Es erhöht auch definitiv die Datensicherheit, heikle Informationen überhaupt nie zu digitalisieren, sondern mit dem bewährten Papier zu arbeiten. Das liegt dann nur an genau einer Stelle, wo ein Datendieb physisch einbrechen müsste. Sicherheit erhöht sich mit dem Aufwand, der für den Diebstahl nötig ist. Die mangelnde Verfügbarkeit der papierbasierten Daten innerhalb von Verarbeitungsprozessen gefällt uns vielleicht nicht, ist aber bei vielen Geschäftsprozessen gar nicht nötig.
Dass Google (und jeder andere Mailanbieter!) die Mails und Kalender seiner Kunden mitlesen kann, ist unter Informatikern schon immer ein offenes Geheimnis. Bei Heise bekommen wir es nochmal schriftlich.
E-Mails sind letztlich nur Textdateien, die übers Internet von Rechner zu Rechner gereicht werden. An jedem Punkt der Reise und auch bei jedem Transfer können sie potenziell mitgelesen werden, außer sie sind verschlüsselt. Das ist bei Briefen natürlich auch so, aber der Postweg ist doch etwas abgeschlossener, nur klar definierte Personen bekommen die Post in die Hand, und ein Briefdiebstahl wäre aufwändiger als ein E-Mail-Diebstahl.