Blog für Herrmann & Ehrlich. In diesem Blog geht es um die Arbeitsprozesse im Software Engineering, insbesondere um Requirements Engineering, Kreativität, Projekt- und Zeitmanagement und diverse weitere relevante Themen. Autorin: Andrea Herrmann
Schon wieder einen neuen Begriff gelernt: toxische Weiblichkeit. Aber ich kenne das Problem, habe es hier im Blog ja schon mehrfach diskutiert. Diesen Artikel über toxische Weiblichkeit finde ich sehr gut. Im ersten Teil geht es darum, dass Frauen sich toxisch verhalten, indem sie die vom Patriarchat erwartete Weibchen-Rolle spielen: hübsch, schlank, immer von der Anerkennung der Männer abhängig und andere Frauen wegbeißen, sich hilflos fühlen und fies handeln. Da der Machoismus ein raffiniert gestricktes, sich selbst bestätigendes und erhaltendes System ist, können Machos genau dieses toxische Verhalten dann wiederum als Beleg für die Minderwertigkeit der Frau anführen.
Wir Frauen müssen uns wie erwachsene Menschen verhalten, unseren Teil der Pflichten und Arbeit und Verantwortung übernehmen. Dann wird uns natürlich nicht automatisch der gerechte Anteil der Anerkennung oder Macht zugewiesen. Im Gegenteil wird solches Verhalten ja als unweiblich abgestraft. Je kompetenter wir sind, umso vehementer wird man uns Inkompetenz unterstellen. Wir müssen es aber trotzdem hartnäckig tun, weil die Welt sonst niemals aus diesem Teufelskreis der Ungerechtigkeit herauskommt. Wir müssen stark sein, an uns glauben und nicht rumheulen, uns auf Opfersofa setzen und vor Frust Eiskrem essen, bis wir uns wegen unserem Übergewicht hassen. Heul, heul. Raus aus dem Teufelskreis!
Trotzdem gute Arbeit leisten, obwohl sie keiner sieht oder achtet. Verantwortung übernehmen, obwohl man unsere Fehler und die der anderen gegen uns verwendet Andere Frauen wie echte Menschen behandeln und vor ihnen genauso viel Achtung wie vor Männern haben, obwohl man uns das als Blindheit auslegt. Macht, Ansehen, Leistung und Geld genießen, auch wenn man sie uns neidet. Wir müssen einfach stark sein.