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Blog für Herrmann & Ehrlich. In diesem Blog geht es um die Arbeitsprozesse im Software Engineering, insbesondere um Requirements Engineering, Kreativität, Projekt- und Zeitmanagement und diverse weitere relevante Themen. Autorin: Andrea Herrmann

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Aufwandsschätzung für Fachbuchautoren

Heute ist mal wieder Schreibtag, abgesehen von einer Joggingrunde und ein paar anderen Kleinigkeiten, die ich zu arbeiten hatte. Es lief ganz gut. Ich schreibe drei Seiten pro Stunde. Es wäre nur schön, wenn sie damit schon fertig wären! Aber:

- Das geht nur dann so schnell, wenn ich nicht recherchieren muss, also über etwas schreibe, das ich in- und auswendig kenne.

- Das ist leider nur die halbe Miete. Das Layouten des Kapitels mit allen Formatierungen dauert nochmal genauso lange: Überschriften, Abbildungen und Tabellen, Kursiv- und Fettdruck, Wörter fürs Stichwortverzeichnis markieren, Definitions-Kasten und dergleichen.

- Dann bekomme ich noch Feedback von der Lektorin im Verlag und meinem Fachlektor. Das arbeite ich auch noch ein.

Und dann sind wir letztlich bei einer Seite pro Stunde. Das kommt bei allen meinen Büchern hin. Ein 400-Seiten-Buch macht 400 Stunden Arbeit. Gemessen ab dem Zeitpunkt, wo die Literaturrecherche abgeschlossen ist. Wenn ich pro Woche fünf Stunden dafür habe, dauert es 80 Wochen!

Das heißt, man kann sich schon bei Vertragabschluss den Stundenlohn ausrechnen, wenn man zum Festpreis schreibt. Bekomme ich 2000 Euro für ein 100-Seitenbuch... schwupps, 20 Euro pro Stunde.

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M
Ich kenne keine (Fach-)Autoren, die fürs Geld schreiben.
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A
Nee, macht ja auch keinen Sinn. Wenn man Fachwissen hat, kann man das anderswo für mehr als 20 Euro pro Stunde verkaufen. Das machte es mir ja auch so schwer, gute Fachautoren zu gewinnen, als das meine Aufgabe bei der AKAD war. Mehrere Experten haben wegen dem niedrigen Honorar abgelehnt. Ich mache es auch nicht wegen dem Geld, sondern weil das Wissenweitergeben meine Mission auf diesem Planeten ist. :-)