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Blog für Herrmann & Ehrlich. In diesem Blog geht es um die Arbeitsprozesse im Software Engineering, insbesondere um Requirements Engineering, Kreativität, Projekt- und Zeitmanagement und diverse weitere relevante Themen. Autorin: Andrea Herrmann

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Erfahrungen mit Linux Mint

Jetzt ist es zwei Monate her, dass ich von Windows 10 auf Linux Mint migriert bin. Es ist also Zeit, um Bilanz zu ziehen.

Natürlich hat man erstmal das übliche Geraffel, das ein frisch installierter Computer immer mit sich bringt: Alle Programme neu installieren und konfigurieren, sich an geänderte Funktionalitäten und Benutzeroberfläche gewöhnen und so weiter. Beim Umstieg auf Windows 10 war ich auch erstmal von der sperrigen Verwendung der Kacheln genervt.

Insgesamt ging es besser und schlechter als erwartet:

- Manche Programme konnte ich problemlos über die Anwendungsverwaltung des Betriebssystems installieren oder der Hersteller lieferte eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, die funktionierte. Sogar wenn ausdrücklich Debian oder Ubuntu als Zielbetriebssystem genannt wurde wie bei Elster. Zwei Programme konnte ich dagegen bis jetzt nicht installieren. Bei starUML White Star war ich bisher sowieso schon erstaunt, über wie viele Windows-Versionen hinweg es verwendet werden kann. Ich benutze es schon seit weit über 10 Jahren in meinen Kursen. Jetzt wird es wohl Zeit für ein neues Tool. Ich habe Umbrello installiert, aber noch nichts damit gemacht. Auf einem alten Rechner habe ich noch starUML und kann dort auch noch meine Diagramme bearbeiten. RStudio läuft noch nicht, siehe anderer Blog-Post.

- Nicht alles funktioniert in jedem Browser. Aber das Phänomen gibt es unter Windows auch. Ich habe darum zwei Browser installiert. Beispielsweise kann ich die Online-Prüfungen nur in einem der beiden Browser korrigieren. Warum auch immer. Auch Jitsi und Teams laufen unterschiedlich gut.

- Der Sound ist ohne Headset leider nicht mehr so gut, aber mit geht es wohl.

- Die Scrollbalken in Mint sind nicht rentnergeeignet. *lol* Schmale Dinger! Damit ich auch ohne Touchscreen ordentlich scrollen kann, musste ich die Einstellungen ändern. Ich wählte auch ein helleres Theme, mit dem Ergebnis, dass in Libre Writer und Impress nun hellgraue Symbole auf hellgrauem Hintergrund unsichtbar sind. Teilweise kann ich das Menü nur darum bedienen, weil ich die Position der Buttons auswendig weiß. 

An dieser Stelle möchte ich chatGPT für seine unermüdliche, kompetente und idiotensichere Unterstützung danken. Das Problem ist nämlich: Wenn man im Internet nach etwas recherchiert, findet man eine Menge unfertige Diskussionen oder veraltete Tipps, die für frühere (oder auch für andere) Linux-Versionen gelten. Natürlich habe ich die Befehle und Tipps von chatGPT, die irgendwelche Änderungen durchführen, trotzdem noch im Internet recherchiert. Einer der Tipps war auch tatsächlich zu gefährlich, um ihn durchzuführen.

Fazit: Wenn man motiviert ist, Microsoft den Rücken zuzuwenden, den Open Source Gedanken unterstützen möchte und digitale Souveränität anstrebt, dann lohnt sich der Umstieg auf Linux, weil er mit vertretbarem Aufwand machbar ist. Der Wechsel von Windows 10 auf 11 bringt ja vermutlich auch Umstellungen mit sich. Ich musste mich aber mehr mit Linux beschäftigen als ich das wollte. Schließlich will ich den Computer einfach nur als Werkzeug verwenden und nicht wirklich mein Betriebssystem analysieren. Es gab durch die Umstellung aber keine Betriebsunterbrechnung bei mir. Das liegt sicher auch daran, dass inzwischen doch sehr vieles über den Browser läuft und man nicht für jeden Zweck eine eigene Anwendung installieren muss. 

 

 

 

 

 

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