Blog für Herrmann & Ehrlich. In diesem Blog geht es um die Arbeitsprozesse im Software Engineering, insbesondere um Requirements Engineering, Kreativität, Projekt- und Zeitmanagement und diverse weitere relevante Themen. Autorin: Andrea Herrmann
Gerade habe ich auf der Webseite des oekom-Verlags herumgeschmökert. Dort ist unser Buch "Besser leben ohne Auto" erschienen. Ich freue mich, dort einige positive Zukunftsvisionen zu finden. Zu den Büchern gibt es auch Leseproben, so dass man sich ein Bild von Schreibstil und Thema machen kann. Ich habe gleich zwei der Bücher bestellt. :-)
Positiv aufgefallen sind mir diese:
Michael Bukowski, Karl-Heinz Remmers (Hrsg.): Deutsches Sonnenmärchen - Wie wir die Solarenergie zum weltweiten Erfolg gemacht haben
Isabella Hermann: Zukunft ohne Angst - Wie Anti-Dystopien neue Perspektiven eröffnen. Science-, Social- und Climate-Fiction als Mutmacher für Veränderung und gesellschaftlichen Wandel.
Rainer Grießhammer: Alles wird gut – nur anders - Geschichten aus dem Jahr 2037
Torsten Schäfer: Die Wildnis in uns - Von ungezähmter Natur und inneren Landschaften
Sobald ich sie gelesen habe, werde ich hier natürlich berichten.
Man liest und hört heutzutage viel zu wenig Hoffnungsvolles. Darum mag ich auch gerne die Kundenzeitschrift meines Ökostrom-Anbieters. Dort lese ich über viele interessante Projekte zum Umweltschutz. Wenn man aber Normalbürgern sagt "Deutschland ist führend in der Solarenergieerzeugung" oder "Es wird ja ganz viel gemacht und ist schon viel erreicht", kommt immer sofort ein empörtes "Aber....!". Solaranlagen sind prima, aber die Chinesen stellen die Zellen billiger her. Windkraftanlagen erzeugen viel Strom, aber die Dinger sind hässlich. Aber dieselben Leute, die sich über die schlechte Recycelbarkeit von Windrädern aufregen, fragen beim Urlaubsflug in den Süden ja auch nicht nach der Recycelbarkeit des Flugzeugs und haben sich an den Anblick von Überland-Stromleitungen, Fernsehtürme und Hochspannungsmasten längst gewöhnt. Schon traurig irgendwie.
Insbesondere auch darum, weil ja dieser Pessimismus die ideale Rechtfertigung dafür ist, selbst keine Verantwortung zu übernehmen nach dem Motto "Ist doch alles schon zu spät / egal und auf meinen Konsum kommt es eh nicht an." Es kommt auf uns alle an. Wenn jeder seinen Energieverbrauch, CO2-Erzeugung, Verpackungsmüll und so weiter halbieren würde, wären schon ganz viele Probleme halbiert! Es macht keinen Sinn, darauf zu warten, dass Autofahren und Verpackungsmüll komplett umweltneutral werden. Einsparen können wir jetzt sofort, die vollständig kompostierbare, kostengünstige Plastikfolie kommt irgendwann mal.