Overblog Alle Blogs Top-Blogs Technologie & Wissenschaft
Edit post Folge diesem Blog Administration + Create my blog
MENU

Blog für Herrmann & Ehrlich. In diesem Blog geht es um die Arbeitsprozesse im Software Engineering, insbesondere um Requirements Engineering, Kreativität, Projekt- und Zeitmanagement und diverse weitere relevante Themen. Autorin: Andrea Herrmann

Werbung

Kiwi-Ernte-Projekt hiermit abgeschlossen

Normalerweise priorisiere ich die Arbeit hoch und erledige die Gartenarbeit nebenher. Da ab heute offiziell Urlaub ist, habe ich es umgekehrt gemacht. Gerade komme ich mit roten Bäckchen vom Häckselplatz, wo ich Laub und Gras entsorgt habe. Dann kann ich die Kisten über Weihnachten neu füllen. Wegen der Feiertage muss man ja aktuell etwas weiter voraus planen. Obwohl ich schon nicht mehr daran geglaubt habe, konnte ich heute das Projekt "Kiwi-Ernte" abschließen. Einige hängen noch an Stellen, wo ich weder vom Boden noch von der Leiter noch vom Balkon oder der Garage aus dran kam, auch nicht mit dem Apfelbrecher. Die fallen weich aufs Kiwi-Laub und können dann immer noch zu Likör verarbeitet werden. Die Kiwi-Ernte war eines von mehreren Projekten, die vor dem Urlaub noch fertig werden sollten. Nach dem "Mittagessen" korrigiere ich noch Hausaufgaben und am Abend die letzten Klausuren. Und dann ist vermutlich dieser Tag auch schon wieder um. 

Das Kiwi-Projekt ist auch ein gutes Beispiel für meinen Zeitmanagement-Kurs. Man muss einfach handeln und Fakten schaffen. Ob ich Lust hab oder nicht, ob ich an ein erfolgreiches Ende glaube oder nicht, das ist doch egal. Das ist nur bedeutungsloses Gekräusel auf der Wasseroberfläche in der Vogeltränke. Interessiert eigentlich nicht. Hauptsache ich erledige das Zeugs. Wenn man immer wieder an einem Projekt arbeitet, dann wird es irgendwann auch fertig. Ich meine ausdrücklich ein Projekt, also etwas, das ein definiertes Ende hat. Rasenmähen gehört genauso wenig dazu wie das Korrigieren von Hausarbeiten. Morgen wächst das Gras nach und es wird erneut eine Hausarbeit eingereicht. Aus Zeitmanagement-Sicht muss man diese anders betrachten, aber ähnlich behandeln. Man arbeitet einfach jeden Tag eine definierte Zeit daran. Nur beim Projekt arbeite ich eine bestimmte Zeit an etwas, damit das Projekt zu einem definierten Zeitpunkt fertig wird. Bei diesen laufenden Aufgaben arbeite ich jeden Tag so viel daran, dass sich kein Backlog ansammelt.

Die schlechte Nachricht ist allerdings: Vieles, das ich bis gestern schon fertig haben wollte, damit ich vor Weihnachten noch pilgern gehen kann, habe ich zeitlich nicht untergebracht. Ich habe jede Nacht bis zwei Uhr morgens gearbeitet, bis mir die Augen beim Lesen zufielen. Aber der Tag war zu kurz. Nun stellt sich die knifflige Frage: Ist es wichtiger, diese Aufgaben vor Weihnachten noch abzuschließen oder ein paar Tage Erholung einzuschieben? Ich gehe nun in mich und beantworte das für jedes Projekt einzeln. Die Kiwi waren jedenfalls dringend, da schon überfällig und zeitkritisch. Nun packe ich die nächsten Aufgaben auf dem Backlog an. 

Am wichtigsten ist, dass das Buch vor Weihnachten fertig wird, aber dazu bin ich heute zu erschöpft und schaffe nur noch seichte Arbeit. Jetzt gibts erstmal Essen, dann kümmere ich mich um Hausaufgaben und Prüfungen. Ich gehe früh schlafen und morgen früh sehe ich klarer.

Vorweihnachtsendspuuuurt!

Werbung
Zurück zu Home
Diesen Post teilen
Repost0
Um über die neuesten Artikel informiert zu werden, abonnieren:
Kommentiere diesen Post