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Blog für Herrmann & Ehrlich. In diesem Blog geht es um die Arbeitsprozesse im Software Engineering, insbesondere um Requirements Engineering, Kreativität, Projekt- und Zeitmanagement und diverse weitere relevante Themen. Autorin: Andrea Herrmann

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Sicherheitspaket 2.0: Sicherheit versus Datenschutz / Freiheit

Unser Bundesinnenministerium bastelt am Sicherheitspaket 2.0, als Weiterentwicklung des ersten Sicherheitspakets von 2024. Es ist ein Versuch unserer Regierung, zwischen Sicherheit und Freiheit abzuwägen. Je mehr interkulturelle, interreligiöse oder politisch motivierte Attentate stattfinden, je mehr der Normalbürger sich in Furcht reinsteigern lässt, umso mehr tendiert auch die Regierung dazu, mehr Fokus auf Sicherheit und weniger auf Freiheit zu legen. Paranoid kann man fragen: Wer treibt diese Verschärfung an und wer reagiert nur? Ich tendiere zu der Verschwörungstheorie, dass gewisse Mächte es darauf anlegen, grundsätzlich Menschen, Staaten, Religionen und andere Gruppen gegeneinander aufzuhetzen. Die meisten Medien spielen das mit, basierend auf der unbestreitbaren Tatsache, dass die Menschen gerne gruselige Artikel lesen und sich gerne fürchten, gemessen in Klickraten. (Bin ich die einzige Ausnahme??) Diese mediengemachte Untergangsstimmung motiviert labile Charaktere zu Gewalttaten, weil diese als gängige Problemlösungsstrategie erscheinen. Und dies treibt den Teufelskreis immer weiter an.

Inmitten dieses Hexentanzes gibt es zum Glück noch zahlreiche NGOs, die einen kühlen Kopf behalten oder zumindest eine Lanze für die Freiheit brechen. Dazu gehört auch die Gesellschaft für Informatik (siehe auch bei LinkedIN), aber auch netzpolitik.org und Amnesty International.

Leider wird es durch dieses Gejammer auch nicht besser, sondern treibt den Kreislauf des Misstrauens noch weiter an... :-( Über den Jahreswechsel muss ich echt mal raus in die Natur. Nee, mit ausgeschaltetem Mobiltelefon natürlich. Übernachtungen bezahle ich bar, den Zug nehme ich per Deutschlandticket. Man kann einen ganzen Tag lang keine einzige Datenspur hinterlassen, außer vielleicht auf der Überwachungskamera am Bahnhof oder wo auch immer. Auch die Pilgerstempel sind noch analog. Mein Lesestoff und die Wanderkarte auch. Grins.

Ja, ich weiß: Wenn ich vom Weg purzle und verletzt und bewusstlos herumliege, findet man mich nicht so bald. Ich sags doch: Datenschutz gegen Sicherheit. Wer sich der Totalüberwachung verweigert, muss mit Risiken leben, so wie die Generationen vor uns auch. Das ist aber auch Freiheit. Wenn nur ich weiß, wo ich bin, das fühlt sich cool an. Manchmal weiß ich es nicht mal selbst, haha. Das wurde aber auch besser, seitdem ich einen analogen Kompass verwende. Im Notfall blase ich in eine analoge Trillerpfeife...

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