Blog für Herrmann & Ehrlich. In diesem Blog geht es um die Arbeitsprozesse im Software Engineering, insbesondere um Requirements Engineering, Kreativität, Projekt- und Zeitmanagement und diverse weitere relevante Themen. Autorin: Andrea Herrmann
Gerade erlebe ich mal wieder einen Fall von "Dem Endergebnis sieht man die Arbeitsweise an". Ich korrigiere eine Hausarbeit, in der ein ER-Diagramm zu erstellen ist. Im Lehrbuch wird die inverse Notation für die Kardinalitäten verwendet. Da bin ich kein Fan davon. Kann in der Praxis doch nur zu Missverständnissen führen. Nun bekomme ich bei diesem Thema also ER-Diagramme mit inverser Notation. Manchmal auch normale. Vor einigen Monaten fing es an, dass ein Student auf der linken Hälfte die inverse Notation verwendete und auf der rechten die normale. Das habe ich natürlich kritisiert. Offensichtlich hat dieser Student seine Hausarbeit den Kommilitonen ohne meine Kommentare zur Verfügung gestellt. Nun erhalte ich regelmäßig ER-Diagramme, die zwar offensichtlich neu erstellt wurden, aber nach diesem fehlerhaften Vorbild links invers und rechts nicht. Oder oben invers und unten nicht. So kommen regelmäßig Modellierungsfehler "in Mode", die ein Student vom anderen abschreibt. Seufz! Man kann auch ohne KI den Lerneffekt sabotieren!