Overblog
Folge diesem Blog Administration + Create my blog

Test our ethical chatbot

Can a chatbot support you in reflecting about ethical questions?
What do you expect? Give it a try!

 

You can find our Ethicbot here: https://ethicbot.com
This chatbot is a first prototype of a conversational Artificial Intelligence capable of understanding moral dilemmas and making an ethical evaluation according to established ethical principles.
It is still in an early stage of development – so please don't be frustrated if it doesn't understand everything right away. Talking to the bot helps improving its capabilities and every conversation is helpful and appreciated!

 

After one or several dialogues, please answer the questionnaire and give us feedback about your experiences. You can find the questionnaire by clicking on the menu in the left upper corner and then choosing "feedback", or by following this link: https://ethicbot.com/#/feedback

 

The following advice eases the conversation with the chatbot:
• Before the conversation, you should have an idea of a case study with an ethical question.
• Answers are best understood in one complete sentence. Single keywords are more difficult to understand due to the missing context, while too much explanation contains more information than can be processed completely.
• The conversation should in general follow a scheme: First, the relevant persons are asked for, one by one. Then, the options for action are considered. Also, for each option the bot will ask for associated consequences.
• If the conversation goes in a completely wrong direction, it will help to close the window and start again.

 

Daily between 10pm and 12pm updates and improvements are installed.
During this time, longer offline times may occur.

If you have any questions, you can contact us here:
Alexander Römelt, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg,
roemelt[at]stud.uni-heidelberg.de

 

Kommentare anzeigen

Agiles Requirements Engineering

Ein Artikel von mir über Agiles Requirements Engineering ist gerade eben auf dem t2-Informatik-Blog erschienen. Es geht darin um die Frage, ob Requirements Engineering in agilen Projekten noch gebraucht wird und - da die Antwort "ja" lautet - wie denn nun? Es kommt darauf an. Doch lesen Sie selbst...

Kommentare anzeigen

Big Brother Awards

Am 8.6. wurden die Big Brother Awards vergeben. Die Gewinner sind...

 
Der Hessische Innenminister für die bundesweit erstmalige Anschaffung der
Analyse-Software Gothem von Palantir Technologies, einer amerikanischen
Software-Firma, die dem CIA nahe steht. Die Firma bekommt dabei Zugriff
auf polizeiliche Daten und externe Datenbestände, und damit auch die NSA.
https://www.palantir.com/
https://de.wikipedia.org/wiki/Palantir_Technologies
Das Datenschutzprinzip der Zweckbindung wird mit dieser Nutzung
außerdem aufgehoben.
 
In der neuen Rubrik Biotechnologie wird der vermeintlich harmlose
Ahnenforschungsservice Ancestry ausgezeichnet.
https://www.ancestry.de/
Menschen senden dort ihre Speichelproben zur genetischen Untersuchung
ein, um Familienforschung zu betreiben. Tatsächlich besteht das Geschäftsmodell des Dienstleisters darin, einen Genpool zu erstellen und die Daten kommerziell zu nutzen.
 
In der Rubrik Kommunikation wird Precire ausgezeichnet: https://precire.com
Ohne nachprüfbare wissenschaftliche Fundierung verspricht dieser Dienstleister
seinen Kunden, dass durch Sprachanalyse beim telefonischen Bewerbungsgespräch die Persönlichkeit des Bewerbers ermittelt werden könne. Die Stimmung und Ehrlichkeit von Anrufern in Call Centern soll ermittelt werden können, um einzuschätzen,ob die Kundin tatsächlich ihr Abo kündigen will oder nur einen Rabatt aushandeln.Der Einsatz dieser Software verletzt die Vertraulichkeit des gesprochenen Wortes.Sagen Sie zukünftig "nein", wenn Sie vor dem Call Center Gespräch darüber informiertwerden: "Dieses Gespräch wird zu Qualitätssicherungszwecken aufgezeichnet."

In der Kategorie Technik gewann das Technical Committee CYBER.
Es hat das Internetprotokoll ETSI für verschlüsselte Verbindungen mit der
Möglichkeit ausgestattet, die übermittelten Inhalte entschlüsseln zu können.
Eine Hintertür also.
 
In der Rubrik Verbraucherschutz gewinnt die ZEIT online. Ihr wurden zahlreiche
Datenschutz-Fehler vorgeworfen, die sicherlich repräsentativ für fast die gesamte Verlagsbranche stehen. Auf der Webseite wird der Benutzer durch 30 Tracker und ein Facebook-Pixel ausspioniert. Daten von Informanten und Kontaktpersonen wurden bei Google (Google docs usw) abgelegt. Inzwischen sind diese Daten in die Amazon-Cloud umgezogen.
Dieser Preis wurde als einziger vom Preisträger persönlich abgeholt.
Jochen Wegner, Chefredakteur der ZEIT online, bezog enttäuscht, aber auch einsichtig Stellung zu den Vorwürfen. Besserung wurde angekündigt. Werbung sei tatsächlich nicht die beste Finanzierungsmöglichkeit für journalistische Inhalte. Die ZEIT online versucht es vermehrt mit Bezahlinhalten, und das funktioniere sogar besser als erwartet.
 
Passend zu dem Thema, dass Journalisten sich ihre Fortbildung durch Google
finanzieren lassen, wurde auch mitgeteilt, Google habe digitalcourage angeboten, gemeinsam einen Datenschutz-Kongress zu organisieren. Dies haben sie
richtigerweise abgelehnt.

Kommentare anzeigen

Upload-Filter bei Youtube

In den neuen Nutzungsbedingungen von Youtube wird der Upload-Filter nun ausdrücklich genannt. Siehe im Abschnitt "Einstellen von Inhalten":

"Zum Beispiel dürfen die von Ihnen übermittelten Inhalte kein geistiges Eigentum Dritter (wie urheberrechtlich geschütztes Material) enthalten, außer Sie haben von dieser Partei die Berechtigung dazu erhalten oder sind von Rechts wegen anderweitig dazu befugt. Sie sind rechtlich für die Inhalte verantwortlich, die Sie über den Dienst übermitteln. Dabei kommen möglicherweise automatisierte Systeme zum Einsatz, die Ihre Inhalte analysieren, um Verstöße und Missbrauch wie Spam, Malware und rechtswidrige Inhalte zu erkennen helfen." (Betonung durch mich)

Wie schon früher geschrieben, halte ich das für vollkommen legitim. Jeder von uns setzt - hoffe ich mal - bereits automatisierte Systeme ein, um Spam und Malware zu identifizieren. Damit schützen wir uns selbst.

Youtube schützt uns. Dass sie bei der automatischen Prüfung auch Urheberrechtsverletzungen abprüfen, ist ihr Recht. Schließlich sind leider sie mitverantwortlich dafür, wenn hier Raubkopien veröffentlicht werden. Ich finde dieses Prinzip immer noch für falsch. So als wenn ein Gastwirt für die Rechtmäßigkeit der Gespräche seiner Gäste verantwortlich wäre. Nach meinem Rechtsempfinden würde es genügen, wenn Urheberrechtsverletzungen durch Nutzer oder Betroffene bei Youtube gemeldet werden und Youtube dann reagiert, statt proaktiv die Rechtmäßigkeit von einstelltem Material selbst prüfen zu müssen. Gerade auch wegen der großen Menge!

Kommentare anzeigen

Digitale-Versorgung-Gesetz: Kommentar der Gesellschaft für Informatik

Momentan wird an einem neuen Gesetz zur digitalen Versorgung von Patienten gearbeitet. Es liegt momentan in einem Referentenentwurf vor und wird von Fachexperten eifrig diskutiert. Hier finden Sie die Informationen des Bundesministeriums dazu. Auch die Gesellschaft für Informatik hat eine Stellungsnahme dazu abgegeben. Diese können Sie online nachlesen. Ich habe selbst auch daran mitgearbeitet. Mir gefiel schon in der Präambel die Zielsetzung nicht, möglichst schnell und agil (Buzzword-Alarm!) neue Technologien einzusetzen. Das ist meiner Meinung nach die falsche Priorität. Die Sicherheit der Daten muss ganz oben stehen. Auch hier stellt sich die Frage: Gibt es noch ein Recht des Patienten oder Arztes auf analoge Datenhaltung? Davon ist im Gesetzentwurf leider nicht die Rede und vermutlich auch nicht vorgesehen. Auf die Versichertenkarte darf ich ja auch nicht verzichten.

 

Kommentare anzeigen

Kurs auf der Informatica Feminale: Künstliche Intelligenz: Wissen und Entscheidungen

Anfang August gebe ich auf der Informatica Feminale (Informatik-Sommerhochschule für Frauen) den zweitägigen Kurs "Künstliche Intelligenz: Wissen und Entscheidungen". Nähere Informationen dazu gibt es hier.

 

 

Kommentare anzeigen

mein Vortrag: Missbrauch von Daten – Statistik für Anfänger

Die Folien meines Vortrags auf der No Spy Konferenz "Missbrauch von Daten – Statistik für Anfänger" ist nun online hier zu finden. Eine Videoaufnahme wird es auch noch geben.

 

 

Kommentare anzeigen

Die Cyborg-Öffentlichkeit der Smart City: Gibt es ein Recht auf ein analoges Leben?

Am Mittwoch (5.6.) besuchte ich einen Vortrag im Haus der Architekten mit dem Titel "Die Cyborg-Öffentlichkeit der Smart City". Frau Prof. Kropp stellte uns ihre Vision der smarten Stadt vor, in der jeder Bürger als "Cyborg" (= Mensch + Smartphone und andere Messgeräte) ständig Daten produziert, die dann nützlich ausgewertet werden. Im Vordergrund stand die Lösung der Probleme jeder Großstadt: Verkehrsleitsysteme, die den vorhandenen Verkehr so lenken, dass er möglichst wenig die Luft verpestet, bedarfsgerechte Bereitstellung von öffentlichen Verkehrsmitteln und Leihfahrzeugen. Aber natürlich auch "Kaufempfehlungen", d.h. ich erhalte jederzeit auf mein Smartphone diejenige Werbung, die ich eigentlich haben wollte, ohne selbst davon zu wissen. Ich kaufe dann nicht mehr ein, wenn ich will (pull: Ich hab jetzt Durst, wo gibt es was zu trinken?), sondern werde rechtzeitig erinnert (push: Mal wieder Zeit für eine XY-Cola!). Ich habe gelernt: Der Verleih von Fahrzeugen ist nicht das Geschäftsmodell der Shareconomy, sondern das Datensammeln. Dann ist wohl Umweltschutz auch nicht das Ziel? Auch die Regierung hätte gerne die "transparente Stadtbevölkerung" mit anschließender Digitalisierung auch der Dörfer. Fahrerassistenzsysteme, Navigationssysteme und erst recht der autonome PKW und das Leihfahrzeug machen Autofahrer jederzeit vollständig überwachbar, nicht nur deren Position. RFID-Monatskarten zeichnen personenbezogene Bewegungsprofile von Nutzern öffentlicher Verkehrsmittel. Bleiben noch die Radfahrer und Fußgänger, die nicht  gut erfasst sind. Noch! Das Smartphone und das Navisystem für diese beiden Gruppen sollen die Wissenslücke schließen. So kann die Stadt der Zukunft effizient gesteuert werden: Wer wann wo fährt und parkt.

Datensammeln erscheint plötzlich als Bürgerpflicht. Die Energiewende, Energieeffzienz und die Lösung der Umweltprobleme sind angeblich nur mit Hilfe  umfangreicher, ja vollständiger Daten möglich. Ich persönlich verstehe nicht, warum wir nicht einfach weniger Auto fahren und mehr zu Fuß gehen, zu den Stoßzeiten mehr und sonst weniger Busse einsetzen. Warum muss die Smarte Stadt extra für mich einen Bus bereitstellen? (Würde sie das überhaupt tun?) Warum muss das Verkehrsleitsystem anhand jeder individuellen aktuellen Position vorausplanen, statt anonyme Statistiken zu verwenden?

 

Frau Prof. Kropp hat den Lehrstuhl für Soziologie / Risiko- und Technikforschung an der Universität Stuttgart inne. Risiken waren allerdings weniger das Thema des Vortrags. Datenpannen, kommerzielle Interessen in- und ausländischer Unternehmen, Privatsphäre und Datenschutz kamen nicht zur Sprache.


Diese Zukunftsvisionen lösten in mir den sofortigen Wunsch aus, eine Analogisierungs-Bewergung zu gründen, die sich für das Recht des Bürgers einsetzt, nicht zur Digitalisierung seines Lebens gezwungen zu werden. Ein Recht auf Bargeldzahlungen, auf Papierakten (z.B. beim Arzt, Steuererklärung - oder zumindest Linux-Kompatibilität), anonyme Fahrkarten, auf Briefverkehr, gedruckte Bücher, Löschung von Daten, Nichtnutzung von Smartphones. Diese Woche war bei mir der Tag der Tage, auf den ich schon lange gewartet hatte. Der Tag, an dem etwas, das ich bisher gemacht habe, nun ohne Smartphone nicht mehr geht. Es war nicht das, was ich erwartet hatte. Ich kann nun ohne Smartphone-App nicht mehr mit meiner Kreditkarte im Internet einkaufen. Immerhin geht noch auf Rechnung und Überweisung. Hotelzimmer zu bezahlen sollte auch noch funktionieren. Selbst Datenschutz-Vereine sind leider nicht grundsätzlich gegen die Volldigitalisierung der Welt, sondern nur dafür, diese Daten zu schützen. Ich persönlich kann im Prinzip auch damit leben, dass die Bücherei weiß, welche Bücher ich lese (solange sie es nicht ausplaudert) und dass ich im Internet arbeite. Aber mein Privatleben sollte doch analog bleiben dürfen. Ich will nicht Staat, Firmen und Datensammlern ständig mitteilen müssen, welche Wege ich gehe und fahre, damit die daraus individuelle Bewegungsprofile von mir erstellen. Der zu erwartende Nutzen ist meiner Erwartung nach nicht groß genug. Als Kind habe ich ohne jegliche Technikunterstützung im Wald gespielt. Davon gibt es weder Bewegungsprofile noch Fotos, und das ist genau richtig so. Wir müssen nicht alles dokumentieren (müssen), was wir tun. Ich lebe nicht für die Daten und für die Erinnerung, sondern für das Hier und Jetzt.

Über das Wort "Datenschutz" muss ich oft müde lächeln. Daten lassen sich nicht schützen. Sie sind nur mehr oder weniger leicht zu kompromittieren. Was erstmal erfasst ist, beibt in Gefahr, in die falschen Hände zu geraten oder dass die falschen Schlussfolgerungen daraus gezogen werden. Warum sonst schotten sich Marc Zuckerberg und andere Größen der Digitalisierung privat so ab? Von Zuckerberg gab es jahrzehntelang immer nur dasselbe eine Foto. Aber wir sollen jede Mahlzeit und jede Freundschaft online dokumentieren?

Es wird Zeit zur Analogisierung, der Gegenbewegung zur Digitalisierung. Die Digitalisierung rollt sowieso über uns hinweg, aber werden noch analoge Inseln bleiben? Ich liebe Tauschregale. Dort könnte ich die haarsträubendsten Bücher ausleihen, ohne dass es jemand erfährt. Wir brauchen noch mehr solche anarchischen Einrichtungen!

Haben wir ein Recht auf ein analoges Leben? Darauf, uns aus dem "always on" auszuklinken? Hin und wieder noch anonym sein zu dürfen? Will das noch jemand außer mir?

 

Kommentare anzeigen

Die Künstliche Intelligenz und unsere Zukunft

Bedeutet die Künstliche Intelligenz einfach nur die Weiterführung von Digitalisierung und Automatisierung? Oder beginnt damit eine ganz neue Phase im Zusammenleben von Mensch und Maschine?

Im t2informatik-Blog ist gerade ein Artikel von mir dazu erschienen.

Kommentare anzeigen