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Corona: Wir schaffen das!

Immer wieder dürfen wir lesen, dass es besser wird. Weniger Neuinfektionen pro Tag. Natürlich sind diese Zahlen mit Vorsicht zu genießen wegen Dunkelziffern, Verzögerungen bei den Tests und so weiter. Aber ich bin optimistisch. Wir kriegen das hin. Schließlich haben wir komplett unser Leben umgestellt und passen auf. Letztlich ist es nur ein Virus, keine Magie. Er springt uns nicht aus heiterem Himmel in unserer Wohnung an, sondern wenn wir uns anstecken, müssen wir ihn uns irgendwo eingefangen haben. So wie die anderen Infektionen auch.

Bei meinen Recherchen habe ich diese sehr gute, tagesaktuelle Seite von Statista gefunden. Dankenswerterweise dürfen wir diese Statistik kostenfrei einsehen. Wie man sieht, werden am Wochenende weniger Fälle erfasst. Dafür am Freitag und Montag mehr. Das erschwert die Interpretation der Daten der letzten Tage. Aber ich sehe morgen nochmal rein.

Eine gute Übersichtsseite bietet unser Gesundheitsministerium. 

Viele Grüße aus dem sonnigen Home Office, Ich trinke sogar Tee mit Milch!

Andrea Herrmann

 

 

 

 

 

 

 

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Not macht erfinderisch: Nudeln statt Eis

Momentan müssen alle improvisieren. Ich find's gut, was auf ein Mal geht: Klavierunterricht über Skype, die spontane Gründung einer Nudelfabrik. Wobei ich mein Spätzle ja selbst schaben würde, wenn ich Mehl kaufen könnte...

Ich bin ganz froh, dass ich meine Arbeit habe. Sie gibt dem Tag Inhalt und Struktur. Dann ist es nicht so schlimm, wenn ich beim Essen improvisieren muss und einfach das essen, was ich überraschend im Supermarkt bekommen konnte.

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Die Süddeutsche Zeitung zitiert mich

Die Süddeutsche Zeitung zitiert meinen Artikel im GI-Radar und nennt sogar meinen Namen! Lesen können Sie den Artikel über das Für und Wider der Handyortung für die Seuchenbekämpfung hier

 

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Stromversorgung in Zeiten der Krise

Je älter man wird, für umso mehr Rätsel findet man eine Antwort. Ich habe mich beim Lesen dystopischer Romane schon immer gewundert, warum plötzlich kein Strom mehr erzeugt werden kann. Klar, einzelne Mitarbeiter werden krank, aber haben die denn keine Reserve? Läuft nicht sowieso vieles automatisch weiter? Kann man nicht schnell jemanden einlernen?

Hier nun ein Bericht aus der österreichischen Stromersorgung, wo man genau diesem Problem vorbeugt: Die Mitarbeiter, alle noch gesund, werden von der Außenwelt isoliert und kampieren am Arbeitsplatz. 

https://www.msn.com/de-de/video/topvideos/die-helden-der-coronavirus-krise/vi-BB11C4C2

 

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Friseure zum Spargelstechen

Alles ist durcheinander. Was sich so schön eingespielt hatte, funktioniert nicht mehr. Fast jeder Beruf muss sich aktuell neu erfinden. Im Gegensatz zu mir - mir geht die Arbeit niemals aus! - haben viele jetzt gerade nichts zu tun, außer allein zu Hause zu sitzen. Menschenansammlungen in Wohnungen sind ja auch nicht mehr erlaubt. Ich frage mich, ob das jemand kontrolliert??

Andererseits fehlen nun, habe ich gehört, die Spargelstecher aus Polen. Dieses Jahr gibt es den Spargel dann zum Selberpflücken? Oder werden Musiker und Friseurinnen nun zum Spargelstechen aufs Land verschickt? "Landhilfe" nannte man das nach dem Krieg. 

Offensichtlich bin ich gerade nicht die einzige, die ständig improvisieren muss und sich dann wundert, wie gut das funktioniert. Ich glaube, alle sind momentan erleichtert, wenn überhaupt noch etwas geht. Da werden Augen zugedrückt, neue Gesetze eilig durchgewunken, bewährte außer Kraft gesetzt. Was jetzt auf ein Mal geht! 

Das hat etwas Interessantes an sich, wie ein großes landesweites Experiment. Hoffentlich verursachen wir aber auch keine Veränderungen, die wir nicht wollen und nicht mehr rückgängig gemacht bekommen. Siehe mein Beitrag über den Datenschutz. Hektik und Angst waren schon immer schlechte Ratgeber. 

Aber mal sehen! Jeder Tag bringt seine eigenen Sorgen und Herausforderungen.

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Corona und Datenschutz

Momentan liest man von ständig neuen Ideen der Regierungen, wie sie mit Hilfe unserer Handydaten den Corona-Virus in den Griff bekommen wollen. Naja, nicht meiner Daten. Als Handymuffel habe ich mein Tastentelefon meistens ausgeschaltet zu Hause liegen, während ich durch die Supermärkte streife, um nach Clopapier und Milch zu fahnden. 

Da gibt es verschiedene Ansätze: Mit Hilfe einer anonymen Auswertung lässt sich immerhin prüfen, wie die Mobiltelefone bewegt werden. Bleiben die meisten zu Hause oder drehen sie kleinere oder größere Runden? Gibt es Ansammlungen von Mobiltelefonen in derselben Funkzelle? Ob der Sicherheitsabstand von ein bis zwei Metern eingehalten wird, so genau klappt die Ortung dann doch nicht. 

Noch viel konkreter kann man den Virus angeblich einkreisen, wenn man im Nachhinein herausfinden könnte, welche Personen bzw. Telefonnummern sich in den letzten zwei Wochen in der Nähe eines Infizierten aufgehalten haben. Dann erwischt man nicht nur diejenigen Kontaktpersonen, die dem Kranken bekannt sind, sondern auch die Fremden, mit denen er sich in der Warteschlange vor dem Drogeriemarkt unterhalten hat. Einfach Handynummer anrufen... Allerdings scheitert dieses schnelle Eingreifen, wie mir berichtet wird, an den langsamen Tests. Wenn man das Testergebnis erst nach einer Woche erfährt, dann ist es recht müsig, alle Kontaktpersonen einfangen zu wollen. Man müsste ja deren Kontaktpersonen ebenfalls identifizieren.

Das neuste GI-Radar behandelt dieses Thema. Ich habe dafür den Abschnitt "ethische Betrachtungen" geschrieben, wo ich die Vor- und Nachteile einer individuellen Lokalisierung anhand von Handydaten gegenüber dem Wert des Datenschutzes abwäge. Um gewagte Annahmen kommt man dabei nicht herum, aber ich denke, das Prinzip wird klar. Letztlich kann man zu unterschiedlichen Schlussfolgerungen kommen, aber ich persönlich glaube nicht, dass eine Handyüberwachung wirklich viel mehr bringt als die aktuell schon ergriffenen Maßnahmen. Die Gefahr bei so etwas ist leider auch, dass sie in Zeiten der Krise eingeführt werden und man anschließend "vergisst", sie wieder abzuschaffen.

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Andrea Herrmann

 

 

 

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Momentan darbe ich noch auf hohem Niveau

Gestern Abend habe ich mir einen Schokoladenpudding gekocht, wohl wissend, dass das eventuell die letzte Milch war, die ich für Monate gesehen habe. Einen Liter Reismilch habe ich noch. Anschließend muss ich wohl auf Sahne umsteigen oder meinen Pudding mit Wasser kochen.
Angedickt habe ich den Pudding nicht mit Mehl wie sonst. Meine 500g Restmehl spare ich mir auf. Stattdessen habe ich Weichweizengrieß verwendet. Das war neulich in der Abteilung "Nudeln, Reis, Mehl" die einzige Ware, die noch herum stand! Ein kleiner Karton mit Weichweizengrieß. Ich habe natürlich nur eine einzige Packung genommen, damit andere auch noch etwas bekommen.

Nachdenklich macht mich, dass die Regale jedes Mal, wenn ich einkaufen gehe, leerer sind. Mein wertvolles Clopapier wird jedenfalls schonmal rationiert. Ich will nicht auf Zeitungspapier umsteigen müssen, wie nach dem Krieg!
 
... 2 Stunden später ...
 
Eben komme ich von einem Einkaufsbummel zurück. Ich habe zwei Pakete mit korrigierten Prüfungen auf dem Postamt abgegeben und auf dem Rückweg noch eingekauft. Da mir die Situation in meinem Stammsupermarkt um die Ecke immer blümeranter wurde, habe ich beim Asia-Shop 15 Euro in Nudeln, Mehl, Reis und Hülsenfrüchte investiert. Sie hatten noch alles da, außer Tomaten in der Dose. Die Betonung liegt wohl auf "noch". Leider ist das kein Hamsterkauf, der mich auf lange Zeit absichert. Die Vorräte schrumpfen ziemlich schnell zusammen, wenn man nicht mehr belegte Brote am Bahnhof und ein Dreigängemenü in der Mensa isst, sondern sich vollständig zu Hause versorgt! Am Montag brauche ich frisches Obst, Gemüse und Käse, die sind dann aus.
Die gute Nachricht: Ich habe zahlreiche Menschen gesehen, die Clopapier nach Hause trugen. Hurra, es wird noch geliefert!

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Auch ich danke den Verkäuferinnen im Supermarkt

Kanzlerin Merkel hat den Verkäuferinnen im Supermarkt gedankt. Das möchte ich auch tun. In der ganzen Herstellungs- und Lieferkette unserer Lebensmittel sind sie dem Ansteckungsrisiko am meisten ausgesetzt. Täglich haben sie mit Tausenden von Menschen Kontakt. Trotzdem halten sie die Stellung und halten den Nachschub am Laufen. Ohne sie wären all diejenigen aufgeschmissen, die keine Hamsterkäufe getätigt haben.

 

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Die Lage ist ernst, aber offen

Ich habe gerade Angela Merkels Rede zur Corona-Krise online gehört:

https://www.tagesschau.de/inland/merkel-rede-109.html

Eine sehr schöne Rede, die in die Geschichte eingehen wird.

Anschließend diskutierten sie im Radio, ob eine Ausgangssperre die nächste Maßnahme sein wird. Ich frage mich, was für einen Unterschied eine Ausgangssperre noch machen sollte. Ich meine, wo gehen wir denn jetzt noch hin, wo fast alles zu hat und alle Veranstaltungen abgesagt sind? Doch nur zum Einkaufen, oder? 

Mir fallen nur noch Treffen mit der Familie und mein Sonntagmorgenjogging ein, die man mir noch verbieten könnte. Ansonsten bin ich sowieso zu Hause und arbeite übers Internet. Da ich gerade so viel zu Hause bin, wird hier auch schön geputzt und repariert. Vorhin habe ich den Abfluss in der Küche aufgeschraubt. Ich könnte jetzt noch etwas aus dem Baumarkt brauchen, aber diese Idee kam mir einen Tag zu spät. 

 

 

 

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Die Masken fallen

Ich habe schon immer gerne Endzeitromane gelesen und mich gelegentlich gefragt: Wieso eigentlich? Ich bin doch gar nicht so destruktiv, eigentlich.

Spannend finde ich aber immer wieder, wie die Pandemie oder der baldige Meteoriteneinschlag die Perspektive auf die Welt verändert. Wichtiges wird unwichtig und umgekehrt. Entschleunigung, die Konzentration auf das Wesentliche wie Lebensmittel und Sicherheit. 

Interessant ist auch, wie Menschen an ihre Grenzen gebracht werden und die Masken fallen. Coole Typen fangen an zu heulen, unscheinbare graue Mäuse haben die lebenswichtige Idee und retten mit ihrem Wissen einer Gruppe von Menschen das Leben. Der Ruhige wird plötzlich der Führer, wo endlich mal Taten statt hohle Worte gefragt sind. Es geht ums Sein, der Schein verschwimmt. Statussymbole sind plötzlich nur noch ihren Brennwert wert.

Momentan trennt sich auch die Spreu vom Weizen: An der einen Hochschule habe ich vorigen Mittwoch noch Kurs gegeben, am Donnerstag kam die Mail, dass Präsenzveranstaltungen nicht mehr möglich sind. Ich schrieb sofort eine E-Mail an die Studiengangsleiterin, ich würde ein Konzept für eine Online-Vorlesung erstellen. Prompte Antwort: "Ja, machen Sie!" Am Freitagmorgen sandte ich ihr das Konzept, das ich im Zug erstellt hatte. Gleichzeitig erhielten auch die Studenten eine E-Mail von mir, dass sie sich für die Kurszeit nichts anderes vornehmen sollen, und ich konfiguierte Moodle passend um. Am Sonntag erstellte ich noch ein paar Lehrvideos und schickte den Studenten unsere Agenda mit Instruktionen, so dass sie am Montag noch Zeit hatten, Skype zu installieren, falls noch nicht vorhanden. Und am Dienstagmorgen ging es los. Gerade tauschen wir Dozenten unsere Videos und Erfahrungen mit Tools aus, um möglichst effizient weiterarbeiten zu können.

Auch andere Hochschulen sind nun eifrig daran, Notlösungen zu finden. Aber andere eiern noch herum nach dem Motto "Wir brauchen klare Anweisungen von oben" und "Dann fangen die Vorlesungen eben später an". Meine Vorschläge für E-Learning sind bisher unbeantwortet geblieben. Sehr aufschlussreich. 

Wie im vorigen Posting geschrieben: Wir müssen die Räder am Laufen halten. Die jungen Leute sollen etwas lernen. Wir können nicht abwarten, ob die Krise vielleicht am 20. April vorbei ist und wir wie gewohnt den alten Trott wieder anstoßen können. Das Internet bietet uns viele Möglichkeiten, die wir jetzt nutzen sollten. 

Anschließend bin ich natürlich wieder froh, mich mit den Studenten persönlich zu treffen, und nicht durch "Moment, mein Tool hängt", "Ich sehe / höre leider nichts" oder "Ich starte mal kurz den Rechner neu" ausgebremst zu werden. 

 

 

 

 

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