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DocMuc-Konferenz: 21. Juni 2018 an der Hochschule München

Mehr als hundert Teilnehmer/innen trafen sich zur eintägigen DocMuc-Konferenz, um sich über Dokumentation auszutauschen. Dabei ging es nicht nur um die schriftliche Dokumentation, Lastenhefte, ISO 26262, DSGVO, Styleguides. Metadaten oder Taxonomien. Themen waren auch die virtuelle Realität, Videos und Online-Kommunikation. In seiner Key Note sprach Herr Byrne (SAP Irland) über User Assistance durch Mitarbeiter oder Chatbots. Chatbots können ebenfalls Fragen beantworten, sind aber unbeliebt, weil sie Menschen ihren Arbeitsplatz wegnehmen. Die Cyberpsychologie beschäftigt sich als Wissenschaft damit, wie wir mit Technologie interagieren, wie die Technik uns beeinflusst und wie Technik entwickelt werden sollte, damit sie am besten zu uns passt. Menschen verhalten sich in der Online-Kommunikation definitiv anders als im real Life. Insbesondere urteilen sie übereilt und lügen für eine positive Selbstdarstellung. (Sagt jedenfalls Byrne. Es wäre mir neu, dass das im real Life nicht gilt.)

Gerade im Hinblick auf die Generation Y, die nicht mehr liest, sondern Informationen lieber multimedial aufnimmt, sind personalisierte Videos erfolgversprechende alternative Kommunikationsmedien und auch das Thema "Augmented Reality und Virtual Reality im technischen Training" (Vortrag von Mühlbauer und Irmler) bzw. "im Schulungsbereich" (Vortrag von Maier) weisen in die richtige Richtung. Auch digitale Assistenten (Vortrag von Gust), mobile Apps (Vortrag von Grünwied) sowie die Integration von Smartphones und künstlicher Intelligenz zur sogenannten mHlealth macht Sinn, bringt aber neue Herausforderungen mit sich (Vortrag von Briganti).

In meinem eigenen Vortrag "Agile Dokumentation" wies ich aber auch darauf hin, dass der agile Versuch, Dokumentation von Software abzuschaffen, misslungen ist und die guten alten Dokumentationsformen wiederkehren, weil sie eben doch ihren Nutzen brachten. Neu sind teilweise nur die Namen, teilweise wird im Agilen bewusst nicht-virtuell gearbeitet (auf Paperkarten) und möglichst eine Beteiligung des ganzen Teams angestrebt. Beispielsweise das Story-Mapping ist ein Beispiel einer kartenbasierten Geschäftsprozessanalyse, bei der jede/r Hand anlegen kann, statt dem Mann an der Tastatur Änderungswünsche vorzuschlagen.

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Vortrag am 21.06.2018: Agile Dokumentation: Klassische Modelle, nur mit coolen Namen?

Am 21.06. halte ich auf der DocMuc-Konferenz https://docmuc.de/ in München einen Vortrag mit dem Titel "Agile Dokumentation: Klassische Modelle, nur mit coolen Namen?":
Das agile Manifest schätzt „Funktionierende Software mehr als umfassende Dokumentation“. Aber der Bauingenieur schätzt die Brücke sicher ebenfalls mehr als seine Berechnungen und der Wanderer schätzt die Landschaft mehr als die Karte. Trotzdem haben sie diese Dokumente nicht abgeschafft.

In der agilen Software-Entwicklung experimentiert man mit Story Cards und emergenten Architekturen, kleinen Teams mit osmotischer Kommunikation und einem ständig verfügbaren Product Owner / On-site Customer, der alle Fragen zu den Anforderungen beantworten kann. Dies sollte die Dokumentationslast reduzieren und durch Wissen und Kommunikation ersetzen.

Inzwischen ist man reumütig zu klassischen Modellen der Softwaretechnik zurückgekehrt, vertuscht dies jedoch, indem man sie anders benennt und mit verspielten Elementen versieht. Dieser Vortrag stellt aktuelle Techniken der agilen Software-Dokumentation den klassischen gegenüber, wie beispielsweise das Story Mapping der Geschäftsprozessanalyse.

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Herrmann & Ehrlich Blog

Hiermit eröffne ich also meinen neuen Blog für Herrmann & Ehrlich. In diesem Blog geht es um die Arbeitsprozesse im Software Engineering, insbesondere um Requirements Engineering, Kreativität, Projekt- und Zeitmanagement und diverse weitere relevante Themen.

 

Andrea Herrmann

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