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ChatGPT schreibt jetzt die Hausarbeiten UND die Gutachten

In der Zeitschrift "Forschung und Lehre" erschien ein Artikel über ChatGPT. Die Dozentin Doris Weßels gab ChatGPT ein Thema und erhielt einen gut lesbaren Essay zurück. Damit nicht genug: Sie ließ ChatGPT gleich auch noch ein Gutachten über seine eigene Hausarbeit schreiben, die das Programm natürlich prima fand. 

Nun stellen sich für jeden Lehrenden, der Hausarbeiten zu korrigieren hat, diverse Fragen: Werden zukünftig die Studierenden ihre Hausarbeiten überhaupt noch selbst schreiben? Welchen Sinn machen Hausarbeiten dann? Oder könnte ich ChatGPT zur Begutachtung verwenden, zumindest um schnell eine erste Fassung eines Gutachtens zu erzeugen?

Ich werde mir das selbst auch mal genauer ansehen...

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John Strelecky: Das Café am Rande der Welt

Eigentlich ist die Idee für diese Erzählung ganz charmant: Ein Mann verfährt sich bei dunkler Nacht und landet irgendwo auf der Prärie in einem Café. Dort stehen in der Speisekarte drei Fragen:

1. Warum bist du hier?

2. Hast du Angst vor dem Tod?

3. Führst du ein erfülltes Leben?

Die Diskussion darüber dauert die ganze Nacht an. Allerdings hätte das alles etwas tiefsinniger sein können. Der Erzähler beginnt mit seinen Überlegungen ganz bei null, weil er noch nie über den Sinn des Lebens nachdachte. Einige Erkenntnisse sind darum auch recht trivial. Die genannten Beispiele passen oft nur so halb. 

Grundsätzlich finde ich es gut, sich über seinen ZDE (= Zweck der Existenz) Gedanken zu machen und in seinem Leben das zu tun, was seiner Bestimmung entspricht. Sehr gut ist auch die Frage: "Warum verbringen wir so viel Zeit damit, uns auf den Zeitpunkt vorzubereiten, zu dem wir tun können, was wir möchten, anstatt es einfach sofort zu tun?" 

Nicht richtig ist aber die Behauptung, wir würden nur darum unseren Beruf ausüben, damit wir uns unnütze Dinge kaufen können, die uns darüber hinweg trösten, dass unser Job uns keinen Spaß macht. Allein schon Miete, Versicherungen und Lebensmittel sind teuer genug, um die Berufstätigkeit zu begründen.

Grundsätzlich denke ich als Minimalistin auch, dass wir nicht glücklich werden dadurch, dass wir die richtigen Dinge kaufen oder besitzen. Aber stattdessen zu behaupten, wir würden glücklich, indem wir die richtigen Dinge tun, ist auch nicht besser. Ich denke, Glück kommt nicht von außen. Manche Menschen haben einfach den Bogen raus und sind dermaßen mit sich im Reinen, dass ihnen alles Spaß macht. Ich habe schon mit großer Freude die verschiedensten Berufe ausgeübt. Ich glaube aber nicht, dass die Tätigkeiten mich glücklich machen, sondern ich die Tätigkeiten zu einer glücklichen Tätigkeit mache. 

Ich bin nicht sicher, ob man, wenn man etwas gerne tut, auf jeden Fall damit erfolgreich wird. Ich könnte aus meiner Biographie zahlreiche Gegenbeispiele nennen. Was ist mit den vielen begeisterten und begabten Künstlern, von denen man noch nie gehört hat? Und dass mich das Universum dafür belohnt, dass ich das Richtige tue, naja. Weiß nicht, wer das sein sollte, dieses Universum. Wohl nicht diese Mischung aus Vakuum, blubbernden Sonnen und toten Gesteinsbrocken, über die wir in der Astronomie gesprochen haben? Und die Menschen belohnen einen auch nicht dafür, dass man etwas gerne tut, sondern spucken Lava vor Neid. 

Was aber durchaus von mir sein könnte ist die Behauptung, dass erfüllte Menschen keinen Abstand vom Alltag brauchen. Ich könnte mir nie vorstellen, ein Jahr lang auf Weltreise zu gehen, wie das in Mode gekommen ist. Wozu eigentlich? Was finde ich am Südseestrand, was ich nicht auch am Neckarufer finden kann? (Muscheln, haha.) 

Das Buch "The Big Five for Life" fand ich deutlich besser. 

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Anmeldefrist für die meccanica feminale verlängert

Die Anmeldefrist für Kurse bei der meccanica feminale wurde bis zum 23. Januar verlängert. Die meccanica feminale findet am 21.-25.2. in Schwenningen statt. Ich biete dort den Kurs "Agiles Requirements Engineering" an. 

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Vorträge vom Fachgruppentreffen "Menschzentriertes Requirements Engineering" nun auch verfilmt

Am 25. November 2022 veranstaltete die Fachgruppe Requirements Engineering einen virtuellen Diskussionsaustausch zum Thema "Menschenzentriertes Requirements Engineering". Aufgrund hoher Nachfrage haben wir alle Vorträge auf Video aufgenommen und im TIB AV- Portal veröffentlicht.

Wenn Sie also nicht teilnehmen konnten oder nochmal nachträglich in einen Vortrag hineinhören möchten, so haben sie ab jetzt die Gelegenheit dazu!

 

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EASE 2023

Ich bin Mitglied im Programmkomitee der EASE-Konferenz, die im Juni in Finnland stattfindet. EASE steht für The International Conference on Evaluation and Assessment in Software Engineering.

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Winter vorbei?

Meine Güte, was ist das denn für eine Hitze da draußen? Strahlender Sonnenschein! Auf dem Südbalkon habe ich 17 Grad in der Sonne. Das ist absolut verrückt! Sowas hat es definitiv in meiner Jugend nicht gegeben. Da war man ja schon überrascht, solche Temperaturen im Februar zu messen. Ich schalte dann mal wieder die Heizung aus...

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Offener Brief an die letzte Generation

Ich weiß ja nicht, ob Friday for Future oder die letzte Generation bei mir mitliest. Wohl eher nicht. Aber ich möchte euch trotzdem gerne einen Brief schreiben.

In der Sache habt ihr Recht: Die Hütte brennt, es ist nicht fünf vor zwölf, sondern schon viel zu spät. "Fünf vor zwölf" war so eine Redewendung, die wir Ökos in den 90ern verwendet haben. Es war damals schon bekannt, dass wir unseren Lebensstil ändern müssen, um den Planeten zu retten.

"Warum habt ihr nichts unternommen?", fragt ihr uns wütend, aber ignorant.

Wir haben eine ganze Menge gemacht. Hippies haben das minimalistische Leben praktiziert, Ökos ihre Socken selbst gestrickt und Brot gebacken, FCKW in Spraydosen wurde verboten (wegen dem Ozonloch), Blei in Batterien verboten (wegen dem Grundwasser), den Unternehmen hohe Umweltauflagen aufgebrummt. Nach und nach wurde der Müll immer mehr getrennt und Rohstoffe möglichst noch recycelt. Zahlreiche NGOs wurden gegründet, die sich zum Ziel gesetzt haben, die Wüste zu begrünen, den Urwald zu schützen, Tiere und Pflanzen vor dem Aussterben zu bewahren, die Ausbeutung des Menschen durch Menschen zu verhindern, ökologische Landwirtschaft auf dem Planeten zu verbreiten, den Autoverkehr zu reduzieren und die Rechte von Radfahrern und Fußgängern zu verteidigen. Ohne diese enormen Anstrengungen wäre alles heute so richtig, richtig kaputt. Man wüsste noch nicht mal, was man alles verloren und zerstört hat, weil es nicht mal Informationen und Daten gäbe.

Die Themen in den 90ern und 00ern waren andere als heute: das Ozonloch, saurer Regen, aussterbende Tier- und Pflanzenarten, verseuchte Flüsse, Grundwasser und Luftverschmutzung in Deutschland, wuchernde Müllberge. Diese Probleme sind noch nicht gelöst, sondern verlangen weiterhin eine kontinuierliche Anstrengung. Viele der Maßnahmen sind zum Glück inzwischen Routine geworden.

Weitere Themen harren immer noch ihrer Lösung: Beispielsweise der hohe Energieverbrauch unseres Lebensstils, der nicht mehr lange durch billiges Erdöl gedeckt werden kann. Auch hieran wird seit Jahrzehnten gearbeitet, aber mangels Unterstützung in der Bevölkerung konnte unsere Regierung hier nur langsam vorankommen. Ich bin seit zwanzig Jahren aktives Mitglied von autofrei Leben! e.V. und weiß darum von unseren Infoständen, wie wenig sich der Normalbürger vorstellen kann, der Umwelt zuliebe auf sein Auto oder Flugreisen zu verzichten. Zu hoch wohl der gesellschaftliche Druck, seinen Wohlstand mit umweltschädlichen Statussymbolen zu beweisen. Von der Bevölkerung gab es stets nur wenig Unterstützung für umweltfreundliche Ideen von Regierung, Vereinen und Firmen.

Seit Kurzem sehe ich ein Umdenken beim Normalbürger. Ich würde gerne glauben, das sei das Ergebnis der jahrezehntelangen Bemühungen von Ökos und Regierung. Aber vielleicht hat es doch einfach mal ein paar Portionen Tomatensuppe oder Kartoffelbrei an der richtigen Stelle gebraucht. Menschen entscheiden ja bekanntlich nicht rational aufgrund von Fakten und wissenschaftlichen Erkenntnissen, sondern tun das, was gerade "in" zu sein scheint.

Wenn jetzt die Balkon-Solaranlage und das Elektroauto "in" sind, werden sie also gekauft und die Automobilindustrie bleibt nicht mehr wie bisher auf ihren für den Umweltschutz getätigten Investitionen sitzen. Hoffen wir, dass es sich nicht um eine vorübergehende Mode handelt. Oder um Ablasshandel im Stil von "Ich habe ein teures E-Auto, also darf ich weiterhin so viel fahren wie bisher oder noch mehr. Jeder gefahrene Kilometer rettet schließlich den Planeten." oder "Ich erzeuge Solarstrom, also habe ich einen Thailandurlaub gut."

Ich war gerade nochmal auf der Friday for Future Webseite. Bei jedem Besuch ist sie schrecklicher. Beim ersten Mal suchte ich vergeblich eine Teilseite mit Titel "Selbstverpflichtung: Hiermit verpflichte ich mich, keine Flugreisen mehr zu machen, zu einem Ökostrom-Anbieter zu wechseln, ...". Nichts dergleichen. Nur Forderungen, Forderungen, Forderungen. Dieser Teil bläht sich immer weiter auf. Dabei sehe ich da kaum etwas, das nicht sowieso schon am Laufen wäre. Netter Trick. Man verlangt Maßnahmen, die schon unterwegs sind und behauptet hinterher, die Regierung hätte das ohne die Demos niemals gemacht. Das Gegenteil ließe sich nie beweisen.

Das Gute an den Demos ist, dass sie der Regierung die Erlaubnis geben, notwendige Maßnahmen in die Tat umzusetzen. Ihr habt es vermutlich nicht mitbekommen, aber unsere Regierung hat schon unglaublich viel Geld in Umweltforschung investiert und eine Menge Maßnahmen in der Pipeline. Sie haben aber vor allem das umgesetzt, was der Bevölkerung keine allzu großen Nachteile brachte. Man will ja von der genusssüchtigen Bevölkerung nicht abgewählt werden. Eure Regierung kennt eure Vorlieben und tut immer genau das, was ihr wollt. Unsere Demokratie funktioniert nämlich. Und die Firmen stellen übrigens genau das her, was ihr kauft. So funktioniert der Kapitalismus! Alle Macht geht tatsächlich vom Volke aus, meine jungen Freunde! Oder wie Thoreau mal schrieb: "Wenn Geld die Welt regiert, müssen wir uns genau überlegen, was wir mit unserem Geld machen."

Ich hoffe darum, eure Demonstrationen bedeuten, dass ihr die Bemühungen unserer Regierung mittragen werdet, mit allen Nachteilen, die sie euch in eurem echten Leben bringen. Dass ihr euch verantwortlich fühlt für die Zukunft unseres Planeten und entsprechend lebt. Also nicht jetzt demonstrieren und wenn die Demos Wirkung zeigen, dann sagen: "So war das nicht gemeint. Ich dachte, die Rettung der Welt finanzieren die Firmen und Regierungen mit ihren Überschüssen." Witzigerweise: Falls es da Überschüsse gibt, habt ihr die auch bezahlt. Von nichts kommt nichts.

Noch witziger: Umweltschutz spart Geld. Stromsparen bringt der Umwelt mehr als Ökostromverbrauchen, Verzicht mehr als der Kauf teurer Bioprodukte. Studien haben gezeigt, dass gerade arme Menschen einen besonders kleinen ökologischen Fußabdruck haben, weil sie nichts verschwenden.

So, und jetzt mache ich mein Mittagessen. Um Strom zu sparen, habe ich neulich gleich einen Riesentopf voll Kartoffelknödel gekocht, die ich jetzt im stromsparenden Miniofen nur noch schnell überbacke. Der Strom ist Öko, die Kartoffeln habe ich selbst angebaut. Mit meinen paar Quadratmetern Citygardening und meinem neuen Hobby Regrowth auf dem Fensterbrett kann ich zwar meinen Kalorienbedarf nicht decken und auch den Planeten nicht retten, aber egal. Beispielsweise erledige ich hier im Dorf alle Erledigungen zu Fuß. Damit komme ich im Jahr auf ein paar hundert Kilometer eingesparte Fahrkilometer, die andere Leute mal kurz bei einem Wochenendausflug verschwenden. Aber jeder ist für seinen ökologischen Fußabdruck allein verantwortlich. Der wird nicht mit anderen Familienmitgliedern verrechnet oder so.

Langer Rede kurzer Sinn: Nachdem ihr alle Medien mit euren Forderungen vollgepflastert habt, könnt ihr ja als nächstes dann euer Leben umgestalten, um das umzusetzen, was ihr gefordert habt. Eure Demonstrationen sind nämlich nicht nur eine Verpflichtung für die Regierung, sondern auch für euch. Wie gesagt, fünf vor zwölf war in den 90ern.

Wir alle müssen unseren Beitrag leisten, nicht nur die Regierungen, Hersteller, Händler, Landwirte und so weiter!

Andrea Herrmann

 

 

 

 

 

 

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Weihnachtsvideo 2022

Auch dieses Jahr habe ich wieder ein Weihnachtsvideo gedreht mit einem Rückblick auf 2022 und Ausblick auf 2023. Schöne Feiertage und alles Gute für 2023!

Andrea Herrmann

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Webseite der Softwaretechnik-Trends aktualisiert

So, heute habe ich die Webseite der Softwaretechnik-Trends auf den neusten Stand gebracht. Die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift befindet sich ebenfalls auf dem Weg.

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Anforderungen an Daten für KI (Künstliche Intelligenz)

Eine Studentin von mir hat ihre Masterarbeit über das Thema "Anforderungen an Daten für KI" geschrieben. In dieser Arbeit hat sie ein Qualitätsmodell entwickelt für Daten, die in KI-Anwendungen verwendet werden sollen. Dieses Qualitätsmodell kann man als Checkliste verwenden für die Herleitung von Qualitätsanforderungen in einem konkreten Fall. Das hat sie beispielhaft für den bekannten Pilz-Datensatz getan und die Qualitätsprüfungen teilweise automatisiert. Bei Youtube können Sie sich ihren Vortrag über ihre Arbeit anhören. 

 

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