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Spracherkennung oder Wanze?

Wir Informatiker wussten ja schon immer, dass uns die Spracherkennung jederzeit abhören kann, auch wenn wir sie nicht selbst aktiviert haben. Genauso wie bei den Überwachungskameras das rote Lichtlein, das die Aufnahme signalisiert, ja auch nur ein Fake ist. Wir können überhaupt nicht wissen, wann aufgenommen wird und wann nicht. 

Und leider: Alles was machbar ist, wird auch gemacht. Aus verschiedensten Gründen.

In diesem Artikel geht es um Mitarbeiter, die Aufnahmen von Siri angehört und transkribiert haben, um die Spracherkennung zu verbessern. Die Aufzeichnungen stammten auch aus Zeiträumen, in denen die Benutzer Siri gar nicht aktiviert hatten. 

Es ist ja ein grundsätzliches Problem, dass Künstliche Ingelligenz zu ihrer Entwicklung große Mengen an realitätsnahen Daten benötigt. Und wo bekommt man die besser als aus der Realität? Allerdings sollten einem aus datenschutzrechtlichen und Urheberrechts-Gründen die Daten auch für diesen Zweck zur Verfügung gestellt worden sein. Für heimliche Aufnahmen kann das nicht gelten. Oder geben Benutzer mit der Verwendung von Siri oder dem Kauf eines Smartphones automatisch ihre Privatsphäre komplett auf? Ich fürchte, dass sie das de facto tun. Darum habe ich immer noch keines. Es sollte aber nicht so sein. Wenn ich ein technisches Gerät kaufe, möchte ich, dass es mir dient und nicht dem Hersteller. Wo kommen wir sonst hin? Dasselbe gilt auch, wenn ich etwas miete, leihe oder Lizenznehmerin bin. Mit fortschreitender Digitalisierung, always-on und Datenverarbeitungskapazitäten ist dies jedoch immer weniger der Fall. Wir, unsere Gedanken, Gespräche, E-Mails und Daten gehören uns selbst nicht mehr.

Sogar für mich ein schrecklicher Gedanke, obwohl ich hier ja quasi öffentlich laut nachdenke. Aber trotzdem will ich selbst steuern können, wer was über mich weiß!

Andrea Herrmann

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Wenn schon Verschwörungstheorie, dann aber richtig herum

Also, jede gute Verschwörungstheorie sollte eine gute Datengrundlage haben. Die Internet Research Agency in Russland hat bereits zuvor Einfluss auf die amerikanische Politik genommen. Gründlich untersucht wurde dies in zwei ausführlichen Berichten: siehe hier und hier. Nebenbei kam bei diesen eigentlich auf die USA ausgerichteten Untersuchungen heraus, dass auch die Gelbwestenbewegung, der Brexit und die Separationsbewegung in Barcelona durch die IRA angeheizt wurden. Das Ziel ist klar: Europa zu destabilisieren. Vor diesem Hintergrund sieht es mir so aus als würden die Verschwörungstheoretiker, die die Corona-Krise leugnen und unserer Regierung unlautere Absichten unterstellen, selbst Opfer einer Verschwörung!

Hier allgemeine Informationen zur Internet Research Agency aka Troll Armee:

https://de.wikipedia.org/wiki/Troll-Armee

https://en.wikipedia.org/wiki/Internet_Research_Agency

Neuere Berichte über die Aktivitäten in den USA

Ein Artikel in der ZEIT über Wahlmanipulationen

Eine Studie der Universität Cardiff

Hier ein Artikel über die aktuellen Aktivitäten der IRA bezüglich Corona-Desinformation:

https://euvsdisinfo.eu/the-kremlin-and-disinformation-about-coronavirus/

 

Einer der Verschwörungstheoretiker wollte mir einreden, die offiziellen Statistiken seien gefälscht und völlig willkürliche Zahlen. Als Wissenschaftlerin weiß ich, dass man Statistiken anzweifeln und ihnen trotzdem gleichzeitig vertrauen kann. Natürlich stimmen die Zahlen keinesfalls. Die genaue Anzahl der Infizierten, Kranken und Toten werden wir nie erfahren. Aber ich glaube doch, dass die von offiziellen Stellen veröffentlichten Statistiken die besten sind, die wir bekommen können. Sie geben die Größenordnungen und Trends grob und zeitverzögert wider und können zur Orientierung dienen. Seltsam finde ich, wenn man wissenschaftlich erhobene Zahlen anzweifelt und dann irgendwelchen Fremden im Internet glaubt.

Ich mache mir Sorgen. Die Verschwörungstheoretiker haben Unrecht, wenn sie sagen, die Wahrheit sei nur ein mentales Konstrukt. Die echte Wahrheit ist natürlich kein Konstrukt, aber die meisten Menschen suchen nicht danach oder wissen nicht, wie man das macht. Mir gefällt momentan die allgemein herrschende Weltuntergangsstimmung nicht. Wir können diese Welt auch kaputt reden. Für zwei Monate lief einiges auf Sparflamme, aber die alten Strukturen, Wissen, Kontakte, die sind immer noch da. Wir können noch zurück in die alte Welt. Aber wenn jetzt alle ihre Aktien verkaufen und in Goldbarren umwandeln, gesunde Firmen dicht machen und Privatpersonen ihre Zeit in Widerstand gegen eingebildete Gegner statt in konstruktive Tätigkeiten stecken, dann kriegen wir die Welt schon noch kaputt.

 

 

 

 

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Winter School on Emo-aware Persuasive Software Systems im Juli

Vom 20. bis 25. Juli findet in Arequipa / Peru die Winterschule SEPS2020 statt, und ich bin dabei. Ursprünglich war eine einwöchige Reise dorthin geplant, aber wegen der aktuellen Reisebeschränkungen werde ich leider nur virtuell dorthin "reisen" können. Mein Kursthema ist "Experiment-driven Research and Design".

Andrea Herrmann

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Teambuilding im Requirements Engineering

Die Stakeholder eines IT-Projektes springen oft wie ein Sack Flöhe in alle Richtungen davon. Dabei sollten sie besser wie ein Gespann das Projekt in dieselbe Richtung ziehen. Wie man das, falls überhaupt möglich, erreichen kann, diskutiere ich i meinem neusten Artikel Teambuilding im Requirements Engineering im t2-Informatik-Blog.

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REFSQ2020 - Call for Online Participation

The REFSQ working conference is the leading European conference series on requirements engineering. It is the goal of REFSQ to foster the creation of a strong European RE community across industry and academia since 1994.

This year REFSQ will take place as an Online Live Event on 23-26 June 2020. The REFSQ2020 special theme is “RE and Cyber-Physical Systems”, to emphasize the role that RE can play in the design of the next generation of systems where people, and physical and software components interact in many different ways.

Register before June 16, 2020: https://refsq.org/2020/event-information/registration


Keynotes

The conference will feature 4 exceptional keynotes
(*) Carlo Ghezzi (Politecnico di Milano, Italian father of Software Engineering)
(*) Alistair Mavin (Independent Requirements Specialist, EARS's father)
(*) Benjamin Collar (Siemens, Head of Industrial Cyber and Digital Security)
(*) Karel Vredenburg (IBM Canada Ltd, Design Director, Educator, Podcaster)


Scientific Programme

(*) 21 high-quality paper papers have been accepted and will be presented on June 24 and 26, see the list here: https://refsq.org/2020/conference-programme/accepted-papers
(*) 4 Tools and 5 Posters have been accepted, see here: https://refsq.org/conference-programme/posters-tools

See the full program here: https://refsq.org/2020/conference-programme/detailed-programme


Workshops

(*) NLP4RE: 3rd Workshop on Natural Language Processing for Requirements Engineering
(*) CreaRE: 8th International Workshop on Creativity in Requirements Engineering
(*) RE4AI: International Workshop on Requirements Engineering for Artificial Intelligence


Live Studies

(*) Exploring the influence of the emotional state on the efficiency for correcting defects in conceptual models: a live study
(*) On the Perceived Harmfulness of Requirement Smells: An Empirical Study


Industry Track

The Industry Track will feature 5 talks by speakers from different companies (Delta Informatica, ERREQUADRO, CNR, QRA, CBA GROUP)

List of Talks: https://refsq.org/2020/conference-programme/industry-track


The whole program is available at:
https://refsq.org/2020/conference-programme/program-overview


Online registration is available at:
https://refsq.org/2020/event-information/registration

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Pizza bestellen schwer gemacht

Man sollte meinen, die Restaurants hätten ein Interesse daran, in Corona-Zeiten Essen auszuliefern. Danach sah es mir gerade nicht aus. Ich habe 45 Minuten mit dem Versuch verbracht, mir Essen ins Büro liefern zu lassen.

Eigentlich hatte ich vorletzte Woche recherchiert, dass die Kostbar, unsere Mensa von nebenan, ab dem 4.5. ihre "Betriebsferien" beendet. Allerdings habe ich vergessen, diese Information vorige Woche nochmal zu verifizieren. Öffnungszeiten veralten heutzutage sehr schnell. Laut aktuellem Stand haben die beiden Mensen, deren Webseiten ich gefunden habe, geschlossen, ohne Information darüber, wann sie wieder Geld von mir zu nehmen gedenken.

Also Suchmaschine gestartet. Ich habe 45 Minuten lang versucht, etwas zu essen hier ins Büro zu bestellen. Inzwischen ist der Hunger so groß, dass ich keinesfalls noch weitere 50 Minuten bis zur Lieferung warten kann! Es gibt also Knäckebrot, Käse und Datteln, eine ausgezeichnete und nahrhafte Kombination.

Warum ist es mir nicht gelungen, etwas zu bestellen, obwohl ich doch kein Internet-Neuling bin? Durchgängig hatte ich das Problem, dass die wichtigen Informationen immer erst ein, zwei Klicks zu spät angezeigt wurden. 80% aller Lieferservices liefern erst abends. Einer liefert auch nicht hierher, obwohl er mir als Suchergebnis angezeigt wurde, nachdem ich die Adresse eingegeben hatte. Die Information, dass ich meine Pizza erst am Abend bekomme, erhielt ich kurz vor dem Klick auf den "Bestellen"-Button. Schade, denn das war der einzige Lieferservice, der auch Einzelpersonen beliefert mit Mindestbestellwert 11 Euro. Alle anderen geben 20 oder 30 Euro an. Zuletzt stellte ich mir eine Kombination aus Mittagessen, Salat und Abendessen zusammen, um bei einem teuren asiatischen Restaurant mit vernichtenden Kritiken (Stil: "So einen Fraß will keiner!") zu bestellen. So verzweifelt war ich schon. Allerdings habe ich dann beim Eintragen meines Lebenslaufs ins Bestellformular einen Fehler gemacht. Ich hatte meine Hochschulwebseite offen, um Telefonnummer, Raumnummer und Schuhgröße ins Bestellformular zu übertragen, klickte zwischen beiden Tabs hin und her und dabei verklickte ich mich. Und schwupps und weg. Das mühsam zusammengestellte Ensemble war weg. Ich hätte also nochmal neu anfangen müssen, um mir ein überteuertes, vermutlich ungenießbares Essen zu bestellen, das außerdem noch die Gefahr mit sich bringt, dass ich mich mit irgendetwas infiziere. (Laut meiner persönlichen Statistik habe ich mir bisher fast alle Vireninfektionen beim Essen außer Haus eingefangen.) Ich gab dann auf und kramte in meiner Schublade herum, in der immer irgendeine Notration liegt.

Das Knäckebrot ist schon OK, aber etwas dürftig im Vergleich zu den fünf verschiedenen Mittagsmenüs, die ich mir in Gedanken schon zusammeengestelt hatte. Adieu Pizza, adieu Sushi, adieu gebratene Nudeln mit Meeresfrüchten, adieu Spinat-Lasagne und die anderen Leckereien!

Morgen und übermorgen gibt es mittags dann ohnehin Müsli, weil es zu mehr aus Zeitgründen gar nicht reicht. Die Mittagspause beträgt laut Stundenplan nur 45 Minuten, und die Mensa hat dann ja immer noch zu. 

 

 

 

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Update: the CreaRE-Workshop on 23 June 2020

The REFSQ Conference will take place the 23th to 26th June as an online conference, so not in beautiful Pisa. The Ninth International Workshop on Creativity in Requirements Engineering CreaRE is scheduled for the 23th June in the afternoon. 
 
We plan to organize a real-life workshop in Germany, where presenters, audience and discutants join us online, so a hybrid model. The feasibility depends on the virus situation at that point of time. We hope we can have the traditional workshop dinner in a restaurant after the workshop. 
 
the REFSQ conference site: https://refsq.org/2020/welcome
the Workshop site: https://creare.iese.de/

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FH Dortmund: the reboot

Die FH Dortmund lag nun einige Wochen im Dornröschenschlaf. Außer Pförtner und Notbesetzung war niemand da, das Gebäude abgeschlossen. Alle arbeiteten im Home Office. Nun starten wir neu. Ab nächste Woche dürfen zumindest die Mitarbeiter/innen wieder in ihre Büros. Mit Abstandhalten, Händewaschen und Maskenpflicht. Sogar die Kostbar macht wieder auf, ihre "Betriebsferien" enden am 3. Mai. 

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Ein gutes Buch

"Ein schönes Buch ist wie ein Schmetterling. Leicht liegt es in der Hand, entführt uns von einer Blüte zur nächsten und lässt den Himmel erahnen."

Lao-Tse

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Kurs "Leichtgewichtiges Requirements Engineering" nun auch als Online-Seminar

Mein Seminar "Leichtgewichtiges Requirements Engineering" gibt es nun - coronabedingt - auch als Online-Kurs. Der Kurs findet synchron statt am 28.+29. Mai 2020. Thema ist es, das Requirements Engineering auf das Notwendigste zu begrenzen. Dabei präsentiere ich keine vorgefertige Lösung, sondern wir entwickeln diese gemeinsam. Es ist also mehr Coaching / Beratung als ein Vortragskurs. 

Andrea Herrmann

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