Blog für Herrmann & Ehrlich. In diesem Blog geht es um die Arbeitsprozesse im Software Engineering, insbesondere um Requirements Engineering, Kreativität, Projekt- und Zeitmanagement und diverse weitere relevante Themen. Autorin: Andrea Herrmann
Ach, was soll's. Hier ins Unreine gesprochen meine Theorie zum Klimawandel: Die anderen Planeten unseres Sonnensystems haben im Verlauf der Jahrmillionen ihre gesamte oder Teile ihrer Atmosphäre verloren. Auf manchen gab es Flüssigkeiten (oder sogar Wasser), die aber ins Weltall verdunstet sind. Auch Kometen verlieren bei ihrem Weg durchs All an Masse, denn ihr Kometenschweif besteht aus Gas und Eis, das sie beim schnellen Flug durchs Nichts verlieren. Dadurch werden sie immer kleiner und leichter.
Keiner mag aber so richtig darüber nachdenken, was wäre, wenn die Erde genauso Wasser und Gase ins Weltall verliert. Natürlich tut sie das. Das ist ein Naturgesetz. Die Konzentation der Gase in der Atmosphäre ist höher als im All, also müssen Gasatome wegdiffundieren, die leichten am meisten. Schauen wir mal ins Periodensystem: Tschüss Wasserstoff... CO2 ist schwerer als H2 oder als H20 oder auch als O2. Das heißt, dieser Effekt lässt den CO2-Gehalt der dünner werdenden Atmosphäre ansteigen. Ich bin nicht mehr tief genug in der Physik drin, um auszurechnen, wie weit dieser Effekt den gemessenen CO2-Anstieg in der Atmosphäre erklären kann, also welchen Anteil davon.
Das Beängstigende an dieser Theorie ist aber, dass der Wasserstoff und eventuell auch Wasser auf Nimmerwiedersehen unseren Planeten verlässt. Die Atmosphäre wird dünner und trockener. Auch dies trägt zur Klimaerwärmung und Austrocknung bei, zusätzlich zum CO2-Glashaus-Effekt.
Und dann sieht man sich den Grand Canyon und andere Landschaften an, die so aussehen als sei da mal richtig viel Wasser geflossen, und jetzt ist es nur noch ein Rinnsaal. Ich finde, dass auch die Rheinebene aussieht als sei das mal ein viel breiterer Fluss gewesen. Auf Hochebenen findet man Skelette von Fischen. Aber man erklärt uns das mit Plattenverschiebungen und -hebungen. Was aber, wenn es früher tatsächlich viel, viel mehr Wasser auf der Erde gegeben hätte? Laut Bibel bestand die Erdoberfläche ursprünglich fast nur aus Wasser. Ja, OK, keine wissenschaftliche Quelle, sondern Hörensagen...
Laut einem Spektrum-Artikel verliert die Erde pro Sekunde 3 kg Wasserstoff und 50 g Helium. Die Angabe pro Sekunde soll wohl verhindern, dass wir panisch werden. Ich bin schon seit Jahrzehnten panisch wegen meiner Klimatheorie. :-( Aufs Jahr gerechnet sind das über 90 Millionen Kilogramm Wasserstoff! Daraus könnte man über 800 Millionen Liter Wasser machen. Uarg! Pro Jahr! In diesem Artikel stehen die Jahres-Angaben. Es wird zwar behauptet, dass das fast gar nichts ausmacht, aber sorry, wenn die Erde ein paar Millionen Jahre alt ist, läppert sich das! Es wäre auch nett, wenn er nicht Weltraumgerümpel wie Meteoriten mit dem verlorenen Wasserstoff gegen rechnen würde. OK, hier haben wir das Gewicht der Erdatmosphäre. Im Spektrum-Artikel steht, dass früher der Masseverlust vermutlich höher war. Halte ich für plausibel, denn bei einer dickeren Atmosphäre sind die oberen Schichten weiter von der Erde entfernt. Aber grob gepeilt reicht unsere aktuelle Atmosphäre noch für ein paar Milliarden Jahre. Nur: Wie lange reicht sie bis zur dystopischen Katastrophe?
Seitdem ich gehört habe, dass Trump nicht an die menschengemachte Klimaerwärmung glaubt, sondern an andere Ursachen, und dass er Erdölverbrennen für eine gute Sache hält, frage ich mich, ob seine Berater nicht auch genau meine Theorie vertreten. Mit dem Verbrennen von Erdöl sorgen wir dafür, dass neue Gase in die Atmosphäre gelangen. OK, die Zusammensetzung ist nicht mehr so lecker, aber wir können die Gasverluste mengenmäßig ausgleichen. Ich sehe gerade, dass wir pro Tag 15 Milliarden Liter fossiler Brennstoffe verbrennen. Das macht fast 11 Millionen Gigatonnen an CO2 pro Jahr. OK, das überkompensiert die Gasverluste, macht die Erde aber nicht wieder zur Waterworld. Ohne Wasserstoff kein Wasser.
Das ist jetzt natürlich alles ganz grob recherchiert. Die Experten könnten das sicher alles noch viel sauberer durchrechnen. Aber ich denke, das Grundprinzip ist klar: Unsere Erde trocknet aus wie eine Rosine in der Sonne. Irreversibel. Darum sucht man ja so verzweifelt Wasser auf dem Mars. Böser Scherz.
Das Traurig an dieser Theorie ist, dass wir gar nichts tun können. Auch Erdölverbrennung bringt den verlorenen Wasserstoff nicht zurück. Man kann ihn auch nicht aus etwas anderem herstellen, weil er ein Grundelement ist. Die Wüsten wachsen, die Wälder sterben, die Flüsse versanden, das Meer wird salziger, ... Es geht zwar langsam voran, aber unaufhaltsam.